Bodensee Hackathon 04.05.2018

mit Pressebericht von der Bodensee Standort Marketing GmbH

Pressemeldung 7. Mai 2018

Erster Hackathon auf dem Bodensee – ein voller Erfolg!

Auch wenn das Wetter zu Anfang noch etwas wackelig schien – die rund 200 Hacker des ersten „Hackerschiffs“
MS Vorarlberg in der Vierländerregion Bodensee waren am vergangenen Freitag hartnäckig und ließen sich in
ihrer ganz eigenen Mission nicht beirren: In 28 Stunden auf einem Schiff mit außergewöhnlichen Projekten einmal
rund um den See schippern: von Bregenz nach Konstanz, Romanshorn und wieder zurück. Von Schlaf? – konnte
da vor lauter (An-)Spannung kaum eine Rede sein…
Im Rahmen des interreg-geförderten Projektes „Bodenseemittelstand 4.0“ fand am 4. und 5. Mai 2018 der erste
Hackathon auf dem Bodensee – „Umma Hüsla 2018“ – statt. Dabei packten alle Projektpartner (aus Deutschland,
Österreich und der Schweiz) gemeinsam mit den Digitalen Initiativen Vorarlberg – als Initiator der Veranstaltung –
an. Das Ergebnis: International gemischte, funktionsübergreifende Gruppen erarbeiteten beeindruckende,
innovative Konzepte mit prototypischen, digitalen Anwendungen.
Ergebnisse und Beispiele
Kaum fuhr das Schiff aus dem Bregenzer Hafen aus, da wurde geplaudert, gebastelt und gehackt – mit durchaus
bemerkenswerten Ergebnissen. Beim großen Abschluss-Pitch an der HTL Bregenz konnte jede Gruppe in rund 30
Sekunden ihre Projektresultate präsentieren. Insgesamt 25 Projektgruppen zeigten Einblicke in ihre Arbeit. Von der
Kaffeemaschine, die den Becher des Trinkers erkennt und das braune Getränk automatisch individuell nach
dessen persönlichem Geschmack zubereitet – über einen Sudoku-Roboter – bis hin zur Musik, die rein übers
Gehirn durch Neuronensteuerung zum Klingen gebracht wird. Es waren tatsächlich einige Dinge dabei, die im
Lebensalltag Anwendung finden. Beeindruckend war die Präsentation (passend zum Motto „ShipIT!“) eines
Prototyps für einen Unterwasser-Roboter mit integrierter Kamera. Aber auch ein Lichtexperiment fand Anwendung,
indem man mittels mehrerer „Freundschafts-Lampen“ auf Entfernung durch die Einstellung einer bestimmten
Lichtfarbe miteinander kommunizieren und Stimmungen übermitteln kann. Und auch ein Projekt für die Stadtwerke
Konstanz wurde in Angriff genommen: mittels eines Bildanalyse-Tools wurden Webcam-Daten der Stadtwerke am
Fährsteg Meersburg-Staad ausgewertet und Warteschlangen bzw. Wartezeiten an diesem Fährsteg aufgezeigt; so
könnte möglicherweise die Logistik und Fährplanung zukünftig besser im Blick behalten werden. Beim parallel auf
dem Schiff laufenden Kinderhackathon haben übrigens 15 Kids fleißig an einer Lösung gearbeitet, wie Boote aus
Müll den Müll auf dem Wasser beseitigen können. Wer glaubt, dass es bei so einem Event nur „fachfremd“ zugeht,
wenn die „Nerds“ sich zu einem Hackathon verabreden, der irrt sich also gewaltig.
Hintergründe zur Veranstaltung
Das Ziel des Bodenseehackathons: die Digitalisierung in der Vierländerregion Bodensee – besonders für kleinere
und mittlere Unternehmen – greifbar machen, damit die Bodenseeregion international wettbewerbsfähig bleibt.
Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammenführen und das „Potenzial 4.0“ in der Bodenseeregion aufzeigen.
Und das ist mehr als gelungen. Immerhin gibt es einige Unternehmen, die Projekte für den Hackathon eingereicht
haben oder selbst Mitarbeiter zur „Kreativarbeit“ auf das Schiff entsendet haben.

Schiff ahoi! – und was auf See und an Land passierte
Das Schiff war übrigens bereits kurz nach der Veranstaltungsankündigung Anfang April 2018 mit 198 Hackern
ausgebucht. Doch damit nicht genug: Durch den außergewöhnlichen Charakter der Veranstaltung wurden in die
Anlaufhäfen Konstanz, Romanshorn und Bregenz zahlreiche Besucher gelockt, die den „Techies“ bei ihrer Arbeit
über die Schulter geschaut und in die einzelnen Projekte hineingeschnuppert haben. Dabei gab es in den Häfen
neben den Einblicken in die digitale Welt einiges an Spektakel zu erleben. Mit dem ersten Stopp in Konstanz gab
es ein herzliches Willkommen von den Fahnenschwingern mit Fanfarenzug der Niederburg Konstanz, gefolgt von
der Willkommensrede von Stadtrat Dr. Matthias Schäfer. Die Besucher sammelten sich im Hafen – die
Hacker/Teilnehmer auf der MS Vorarlberg waren ob dieses Willkommensprogramms sichtlich überrascht und
posteten begeistert über Ihre Ankunft. Anschließend wurden die Pressevertreter und rund 60 Besucher über das
Schiff geführt, so dass auch face-to-face-Interviews geführt werden konnten. Die ersten 25 Besucher an Bord
erhielten ein regionales Schlemmer-Package mit Überraschungen von Knödelkult, HEINZELMANNS Soßen und
Hopfengut No20 und konnten sich umso mehr über eine persönliche Führung durch die „Innovationswelt“ freuen.

So hat der ein oder andere ganz individuell Einblicke in einen Hackathon gewinnen und das persönliche Digital-
Netzwerk aufbauen können. „Faszinierend, was da so entsteht. Ich hatte bisher gar keine Vorstellung, wie man

sich so einen Hackathon vorstellen muss, was da abläuft und wie die Leute arbeiten. Und das sind alles Themen
zum Anfassen. Das ist wirklich beeindruckend“, reflektierte Besucherin Tabea Schwarz, die bei der Bodensee
Standort Marketing GmbH arbeitet und „mal reinschauen wollte“, woran die Kollegen im Bodenseemittelstand 4.0
die ganze Zeit gearbeitet haben.
Die MS Vorarlberg lag die ganze Nacht am Konstanzer Hafen. Teilnehmer, die vor Ermüdung eine Pause
brauchten, wurden mit Shuttle-Bussen der Stadtwerke Konstanz zur Halle Petershausen gebracht und konnten
dort ein paar Stunden Schlaf tanken. Tatsächlich nahmen rund 100 Teilnehmer diese Möglichkeit in Anspruch, um
am nächsten Morgen fit weiter an ihren Projekten zu arbeiten. Dann ging es 9.00 Uhr mit dem Schiff bei
strahlendem Sonnenschein weiter in Richtung Romanshorn, wo die Teilnehmer das nächste Hafentspektakel
erwartete: Lounge-Atmosphäre, kühle Drinks und ein Buffet für das leibliche Wohl – und ein DJ zur musikalischen
Unterhaltung. Pause, durchatmen, Sonne genießen. Bis es schließlich weiterging, damit die MS Vorarlberg gegen

16.00 Uhr in Bregenz einläuft, wo dann an der HTL Bregenz final die Pitches mit abschließender Umma-Hüsla-
Party stattfanden.

„Das Event hat war ein voller Erfolg mit viel Aufmerksamkeitswirkung“, teilt Alexandra Boger (HTWG Konstanz,
Bodenseezentrum Innovation 4.0, Projektleitung KMU Digital, Projektleitung Bodenseemittelstand 4.0) mit, die
speziell für den Hafentreff Konstanz im Einsatz war und im Konstanzer Hafen auch offiziell einen der Teilnehmer,
Marcus-Aurelius Stavrakakis, interviewte. Die Idee mit dem Schiff sei etwas ganz Neues, die die Teilnehmer und
Unternehmen sofort begeistert habe, so Boger. In dieser Größenordnung und mit dieser Location, dem Schiff, sei
es sogar für die DI Digitalen Initiativen Vorarlberg eine ganz neue Hausnummer gewesen. Daran wolle man
möglicherweise in der weiteren Projektarbeit anknüpfen, um den Mittelstand in der Vierländerregion Bodensee auf
das Projekt Bodenseemittelstand 4.0 aufmerksam – und für die Digitalisierung fit – zu machen.
Kontakt: BSM Innovationsfonds GmbH | Julia Goebel | +49 (0) 7531 800 1138 | julia.goebel@b-sm.com

Hintergrundinformationen
Das Projekt Bodenseemittelstand 4.0
Die industrielle Digitalisierung führt zu radikalen Umwälzungen von Geschäftsmodellen und Prozessketten, die
besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor große Herausforderungen stellen. Eine Gruppe aus acht
internationalen Projektpartnern der Vierländerregion Bodensee hat es sich bis Ende 2020 zur Aufgabe gemacht,
dass KMU die Digitalisierung zukünftig nicht mehr als Bedrohung sondern vielmehr als Chance wahrnehmen.
Dafür wird die um den See herum vorhandene Expertise von Unternehmen der Digitalwirtschaft, Hochschulen
sowie Wirtschaftsförderern und relevanten Initiativen gebündelt und KMU zugänglich gemacht. Digitalgründungen,
die insbesondere KMU auf ihrem Digitalisierungsweg behilflich sind, werden gezielt unterstützt.
Bodenseemittelstand 4.0 fördert mit seinen Aktivitäten die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Wirtschaft,
Wissenschaft und Politik in Deutschland, Österreich, der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein, um die
Vierländerregion Bodensee als „digitale Region“ zu positionieren und den Fachkräftemangel abzubauen. Ziel ist,
den Bodenseeraum auch weiterhin als einen der wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Wirtschaftsräume
Europas zu erhalten.
Mit einem Projektvolumen von rund 1,3 Millionen Euro wird Bodenseemittelstand 4.0 von 2017 bis einschließlich
2020 durch das Programm Interreg V «Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein» (ABH) gefördert, dessen Mittel aus dem
Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und aus Bundesmitteln der Schweiz zur Verfügung gestellt
werden.


Die Partner:

Deutschland  BSM Innovationsfonds GmbH

 cyberLAGO e. V. digital competence network
 Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG)
 Wirtschaftsförderung Bodenseekreis

Österreich  Wirtschafts-Standort Vorarlberg Betriebsansiedlungs GmbH

 Plattform für digitale Initiativen

Schweiz  Hochschule für Technik Rapperswil/Schweiz

 Startfeld
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bomi40.eu
Details zum Bodenseehackathon „Ship it! – Umma Hüsla 2018“ unter https://uh18.diin.io/